AGDo Tag: Anarchistische Perspektiven auf den Islam

Zur Zeit ist der Islam in aller Munde, es gibt eine breite gesellschaftliche Diskussion zu dem Thema. Einerseits gibt es auch hierzulande zunehmend reaktionäre Entwicklungen in islamischen Milieus. Patriachale Strukturen sind dort tief verankert, durch religiös begründete Moralregeln wie Bekleidungsvorschriften oder Alkoholverbote werden Freiheiten im Alltagsleben durch selbst ernannte Sittenwächter immer weiter eingeschränkt. Abweichler*innen aus den eigenen Reihen werden eingeschüchtert und bedroht und teils mit Gewalt bis hin zu Ehrenmorden angegangen. Wie können wir uns in eine handlungsfähige Position bringen, um diesen Zuständen etwas entgegen zu setzen? Auf der anderen Seite nimmt Fremdenfeindlichkeit gegenüber Migrant*innen und Geflüchteten zu; diese Bevölkerungsgruppe wird unter einen Generalverdacht gestellt und als Ursache für islamische
Gräueltaten dargestellt. Die Anwesenheit von Muslimen wird von Rechtspopulisten als Bedrohung für “unsere Werte” bzw. “die westliche Lebensweise” dargestellt Wie können wir Migrant*innen und Geflüchteten helfen, sich gegen solche Angriffe zur Wehr zu setzen? Wie sollte eine emanzipatorische und antiautoritäre Islamkritik aussehen? Warum scheuen so viele Linke davor zurück, den Islam zu kritisieren und überlassen dies der AfD? Wie schaffen wir es, dem Einfluss des politischen Islam entgegen zu wirken, Migrant*innen zu unterstützen, die sich islamischem Tugendterror widersetzen und andere davon abzuhalten, eine Gefahr für das Leben aller freiheitsliebender Menschen zu werden? Anhand von einigen Thesen wollen wir mit euch in einen Diskurs zu diesem kontroversen Thema treten, zu dem es auch bei uns in der Gruppe sehr unterschiedliche Standpunkte gibt.

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Als Anarchistische Gruppe Dortmund gestalten wir jeden Dienstag von 17-19 Uhr den Tag im Black Pigeon (Scharnhorststr. 50, 44147 Dortmund). Wir wollen wöchentlich unterschiedliche Veranstaltungen oder Aktionen machen, wie z.B. eine Diskussionsrunde, ein Spielenachmittag oder ein Liedermacher*innentag.

Anarchistische Perspektiven auf den Islam