Cafem

Cafem #8: Mann.Frau.Tier – Tierausbeutung und Geschlechterrollen

Cafem8

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Tierausbeutung und stereotypen Geschlechterrollen? Ein tiefenkultureller Blick auf die Mensch-Tier-Beziehung gibt eine ähnlich eindeutige Antwort wie die Analyse gegenwärtiger Tierproduktwerbung: Ja! Reaktionäre Vorstellungen vom Frau- und Mannsein gehen mit auffälliger Regelmäßigkeit mit der Reproduktion eines speziesistischen Weltbildes einher. Der Fleischkonsum wird zum Gradmesser der Männlichkeit, während Frauen damit zu kämpfen haben, dass ihnen das genuin Menschliche abgesprochen wird: Sofern sie nicht gleich gänzlich objektifiziert werden, werden sie als irrational, unvernünftig und affektiv stigmatisiert – tierlich eben.
Warum ist das so? Und Gibt es Wege, dieses Denkschema zu durchbrechen?

Referent: Neo C.

Die Veranstaltung findet am 17.10.19 ab 19 Uhr im Black Pigeon statt.

Cafem #7:Autonome Frauenhäuser: Die Möglichkeit, Macht anders zu verteilen – Das Konzept eines hierarchiefreien Frauenbetriebs

(Gesellschafts-) Strukturen, die von Macht und Hierarchie geprägt sind, bedingen Ausgrenzung und Gewalt. Mit dem Konzept des hierarchiefreien Arbeitens und der Selbstverwaltung unseres Betriebs wollen wir diesen Strukturen entgegenwirken. Dazu zählen unter anderem die Verteilung von finanziellen Ressourcen, Wissen und Entscheidungsbefugnissen. Wir wollen unser Konzept und die Idee dahinter vorstellen. Welche Chancen birgt ein solches Arbeitskonzept? Welche Auswirkungen hat es auf die Mitarbeiterinnen und die Frauen, die die Angebote des Vereins nutzen?
Welche Herausforderungen bringt es mit sich? Vortrag mit anschließender Diskussion.

Referentin Britta Schlichting

Sie ist seit 2002 Mitarbeiterin des Vereins Frauen helfen Frauen Heidelberg e.V, welcher unter Anderem Träger des Autonomen Frauenhauses Heidelberg ist und seit 2018 Mitarbeiterin der Zentralen Informationsstelle Autonomer Frauenhäuser in Deutschland.

Cafem #6

Cafem #6: Weiblichkeit und Klassenkampf – Frauen als Kämpferinnen im Syndikalismus der Weimarer Republik

Cafem #6

Am Donnerstag, den 18.07.2019 um 19:00 Uhr im Black Pigeon

Unter den zahlreichen Strömungen der Arbeiter*innenbewegung in der Weimarer Republik beschäftigten sich auch die syndikalistischen
Organisationen mit der Frage der Frauenbefreiung. Dabei vertraten die Syndikalist*innen ein Rollenbild, dass der Frau nicht nur einen gesellschaftlichen Platz, sondern eine bestimmte Rolle im Klassenkampf zuwies. Mit Blick auf die Freie Arbeiter-Union Deutschlands (FAUD) und dem Syndikalistischen Frauenbund widmet sich der Vortrag kritisch diesen Rollenbildern.

Referentin: Jule Ehms

Cafem #3, #4 & #5

Cafem 3,4,5

Cafem #5: Schwarzer Feminismus – Grundlagentexte (bell hooks)

Am 20.06. um 19 Uhr im Black Pigeon (Scharnhorststraße 50, Dortmund)

Buchvorstellung: Schwarzer Feminismus am Beispiel bell hooks: Einführung in Theorien und Positionen

»Bin ich etwa keine Frau*? Sehen Sie mich an! Sehen Sie sich meinen Arm an! Ich habe gepflügt, gepflanzt und die Ernte eingebracht, und kein Mann hat mir gesagt, was zu tun war! Bin ich etwa keine Frau*?« – Sojourner Truth, 1851
Als Sojourner Truth während ihrer Rede auf einem Frauenkongress in Akron, Ohio, die Frage stellte, ob sie denn keine Frau* sei, brachte sie eine Debatte ins Rollen, deren Ausmaß nicht abzusehen war. Sie hatte nämlich gleichermaßen weiße Frauen* für den Rassismus und Schwarze Männer für den Sexismus kritisiert, den sie Schwarzen Frauen* jeweils entgegenbrachten. Erst Ende des 20. Jahrhunderts, also fast 150 Jahre später, erhielt diese spezifische Form der Mehrfachdiskriminierung einen Namen. Es war Kimberlé Crenshaw, die 1989 den Begriff der ›Intersektionalität‹ prägte, der seitdem aus feministischen Diskursen nicht mehr wegzudenken ist.
Doch wie verliefen die Schwarzen feministischen Debatten bis dahin? Vor welchen Herausforderungen standen Schwarze Frauen*im Globalen Norden? Und was können wir heute von ihnen lernen? Der vorliegende Band dokumentiert die Kontinuität dieser feministischen intellektuellen Tradition anhand ausgewählter Texte von Sojourner Truth, Angela Davis, The Combahee River Collective, bell hooks, Audre Lorde, Barbara Smith, Kimberlé Crenshaw und Patricia Hill Collins. Sie erscheinen erstmals in deutscher Sprache und werden so einem breiteren Publikum zugänglich gemacht. Der Vortrag wird mit besonderem Fokus auf die Ideen und Theorien der Bell Hooks stattfinden.

Referentin: Natasha A. Kelly

Cafem #4: Radical Softness

Inspiriert von den Ideen des*der Künstler*in und Blogger*in Lora Mathis‘ möchten wir uns mit Radical Softness auseinandersetzen. Wofür steht Radical Softness eigentlich? Was kann das Konzept für dich persönlich bedeuten? Wie wirkt es sich in deinem Alltag oder in Beziehungen aus, wenn du eigene Verletzlichkeit_en mehr annimmst und auch sogenannte unangenehme Gefühle zulässt? Warum ist Softness_Sanftheit_Weichheit eigentlich radikal? Und wie beeinflussen Geschlechterrollen und andere gesellschaftliche Machtverhältnisse unseren Zugang zu dieser?

Der Workshop findet am 16. Mai von 19 – 22 Uhr statt, bitte meldet euch an unter: cafem-do@riseup.net

Referent*innenkollektiv: http://lifesabeach.blogsport.de/

Cafem #3: Piep, piep, piep, alle Linken haben sich lieb

Konflikte zerlegen linke, anarchistische Gruppen. Streit zwischen Gruppen lähmen ganze linke Szenen.
Dabei haben wir doch so hohe Ansprüche an das eigene Verhalten untereinander.

Wir wollen uns in einem kleinen Workshop mit den Fragen beschäftigen, ob es typisch “linke” Konfliktfelder und -dynamiken gibt und welche Möglichkeiten exisitieren, Konflikte in ihrer Entstehungsphase zu bearbeiten. Dabei geht es auch darum, was wir als Gruppe selber machen können, wann wir Hilfe von außen in Anspruch nehmen sollten und wo diese herkommen könnte.

Dazu haben wir einen Genossen eingeladen, der in linken Strukturen Beratung zu Konfliktsituationen, traumatischen Erlebnissen, self-care etc. anbietet.

Bitte beachtet, dass sich der Workshop sich nicht zur Bearbeitung von akuten Gruppenproblemen eignet, sondern einen Blick auf grundlegene Strukturen und Bearbeitungsansätze werfen soll.
Desweiteren, bitten wir euch, euch im Vorfeld anzumelden unter unserer Emailadresse cafem-do@riseup.net

Cafem #2: Female Pleasure (Filmvorführung)

Fünf mutige, kluge und selbstbestimmte Frauen stehen im Zentrum von Barbara Millers Dokumentarfilm. Sie brechen das Tabu des Schweigens und der Scham, das ihnen die Gesellschaft oder ihre religiösen Gemeinschaften mit ihren archaisch-patriarchalen Strukturen auferlegen. Mit einer unfassbaren positiven Energie und aller Kraft setzen sich Deborah Feldman, Leyla Hussein, Rokudenashiko, Doris Wagner und Vithika Yadav für sexuelle Aufklärung und Selbstbestimmung aller Frauen ein, hinweg über jedwede gesellschaftliche sowie religiöse Normen und Schranken. Dafür zahlen sie einen hohen Preis – sie werden öffentlich diffamiert, verfolgt und bedroht, von ihrem ehemaligen Umfeld werden sie verstoßen und von Religionsführern und fanatischen Gläubigen sogar mit dem Tod bedroht.

Der Film schildert, wie universell und alle kulturellen und religiösen Grenzen überschreitend die Mechanismen sind, die die Situation der Frau – egal in welcher Gesellschaftsform – bis heute bestimmen. Gleichzeitig zeigen uns die fünf Protagonistinnen, wie man mit Mut, Kraft und Lebensfreude jede Struktur verändern kann.

Filmemacherin: Barbara Miller

Cafem #1 Pränataldiagnostik, Behinderung und Abtreibung

Cafem #1

Wollen Feministinnen jede Art von Abtreibung verteidigen? Können Entscheidungen überhaupt selbstbestimmt getroffen werden? Welche Art von Wissen entsteht durch pränatale Untersuchungen? Dienen sie der Vorsorge oder sind sie behindertenfeindlich?
Kirsten Achtelik lotet in ihrem Buch das Spannungsfeld zwischen den emanzipatorischen und systemerhaltenden Potenzialen des feministischen Konzepts „Selbstbestimmung“ in Bezug auf Abtreibung aus. So mischt sie sich in die aktuellen feministischen Debatten um reproduktive Rechte ein, die mit den zunehmenden Aktivitäten und Demonstrationen von „Lebensschützern“ wieder aufgeflammt sind.
Zugleich ist es ihr Anliegen, einer neuen Generation von Aktivistinnen und Aktivisten die Gemeinsamkeiten und Konflikte der Frauen- und Behindertenbewegung sowie die inhaltlichen Differenzen zwischen Frauen mit und ohne Behinderung verständlich zu machen. Vor allem aber stellt sich Achtelik der dringend zu klärenden Frage, wie ein nicht selektives und nicht individualisiertes Konzept von Selbstbestimmung gedacht und umgesetzt werden kann.

Referentin: Kirsten Achtelik

Das Cafem findet am 28.02.2019 um 19 Uhr im Black Pigeon statt.